Neues vom Eiskunstlauf

Schaulauf am 8. Januar 2023 in Berchtesgaden

In 80 Minuten um die Welt
 eine beeindruckende Iceshow des EVB Eiskunstlauf. 💙

Endlich! Nach zwei Jahren Pause durften wir wieder mit dem Schaulaufen „Unsere bunte Welt“ viele Zuschauer unterhalten. 

Trotz knappem Budget haben wir in kĂŒrzester Zeit die KostĂŒme fĂŒr ĂŒber 40 Kinder zusammengestellt. Unsere engagierten Eltern haben eine kleine Winterlandschaft fĂŒr Elsa auf dem Eis kreiert. 

Das Thema und das Programm haben wir extra so ausgewĂ€hlt. Als Verein wollten wir in diesen Zeiten und zum Anfang des Jahres ein Zeichen setzen. Vor allem die Eröffnung mit „Health the World“ vom M. Jackson und das Finallied „Halleluja “ sollten unsere Gedanken betonen. 

Ein Zeichen der Hoffnung, der SolidaritĂ€t und des Zusammenhaltes. Daher hat es uns sehr gefreut, dass auch unsere befreundeten Vereine DEC Inzell und SAK Salzburg ihre Teilnahme zugesagt haben. Ihr Kurzprogramm wie Hawaii (DEC Inzell) und KĂŒr(Florina SAK) ergĂ€nzten die tolle Unterhaltung. Einen großen Dank hierfĂŒr!🌏💙

 

Vielen Dank an unsere Kinder, Trainer und Eltern, die mit viel Begeisterung das Programm gestaltet haben. 

Und nicht zu letzt ein großer Dank an die Zuschauer, die uns mit Applaus und Spenden unterstĂŒtzten.


Krönender Saisonabschluss des EVB in NĂŒrnberg

Drei EiskunstlĂ€uferinnen bestehen Ihre KĂŒrklassenprĂŒfungen!

 

Man kann schon sagen, dass drei EVB EiskunstlĂ€uferinnen einen krönender Saisonabschluss letztes Wochenende in NĂŒrnberg geschafft haben. Hier fanden die „verschobenen“ KĂŒrklassenprĂŒfungen statt. Und es war alles andere als leicht. Auf Grund der großen Anmeldezahl war es ein großes „hin- und her“, sodass manche PrĂŒfungen verschoben werden mussten. Und NĂŒrnberg als Austragungsort war auch 

neu. Zu diesem Zeitpunkt hatten viele Sportler – unter anderem auch EVB – schon kein Eis mehr. Daher haben viele Vereine ihre gemeldeten LĂ€ufer zurĂŒckgezogen. Da unsere drei MĂ€dels aber hart dafĂŒr trainierten, haben sie sich gemeinsam mit ihren Trainerinnen Andrea Sommerfeldt und Eva Maria Fitze entschieden, doch zu starten. Und es hat sich gelohnt. Larissa Agarius bestand die KK8, Helena Agarius und Laila Friedl bestanden beide die KK 7.


EVB LĂ€ufer/-innen zu Gast in der Max Aicher Arena in Inzell

Ziemlich zum Ende der Eislaufsaison bereiten sich normalerweise die EVB EiskunstlĂ€ufer/-innen auf ihr Schaulaufen vor Publikum vor. Leider hat es auch in diesem Jahr die Covid-19 Lage nicht zugelassen, ein Schaulaufen durchzufĂŒhren. Die Hygienevorschriften hierfĂŒr waren in Berchtesgaden nicht zu 100% umsetzbar. Der Verein hat sich deshalb in diesem Jahr dazu entschlossen, gemeinsam mit dem DEC Inzell eine Vereinsmeisterschaft zu organisieren. Es sollte eine wĂŒrdige "Vertretung" des sonst jĂ€hrlich stattfindenden Schaulaufen sein. Bevor es los ging, legten alle Anwesende eine Schweigeminute fĂŒr alle Kinder und Eltern im nahen Osten ein, die es im Moment sehr schwer haben und viel Leid erleben mĂŒssen. Danach ging es dann los.

Beiden Vereinen ist es an dieser Vereinsmeisterschaft nicht um Platzierungen gegangen. Es ging mehr darum, dass alle Kinder die Möglichkeit haben sich öffentlich zu prÀsentieren und allen zu zeigen, was sie in der Saison alles erlernt haben. 46 Teilnehmer und deren zahlreiche Begleiter hatten an diesem "Wettkampftag" einen gemeinsamen lustigen Nachmittag.


Abschlusstraining

Am 26. MĂ€rz hat das letzte Training fĂŒr die EiskunstlĂ€ufer/-innen auf dem Eis statt gefunden. Alle Kinder haben diesen Moment des Abschlusstrainings genossen und freuen sich nun ĂŒber eine kurze Pause, bevor es dann mit dem Trockentraining am Hockeyplatz Mitte Mai wieder los geht. Zur finalen Belohnung haben Marcela Schwaiger und Regina StĂ€hler fĂŒr die Kids noch eine Pizza organisiert. Alle Helfer, Trainer und der gesamte EVB bedanken sich fĂŒr diese tolle Saison mit so vielen tollen EiskunstlĂ€ufer/-innen. 


Alle guten Dinge sind drei ...

Auch am dritten und letzten Wettkampf der Saison in Rosenheim konnten die EVB EiskunstlĂ€uferinnen auf ihre bisherigen Erfolge anknĂŒpfen. Charlotte Engmann und Anna Hartmann verbuchten sich in ihrer Kategorie Elemente I gleich einen Doppelsieg. Charlotte gewann die Gruppe mit großem Punktestand, eng dahinter landete auch Anna am 2. Platz. Chiara Melzl erzielte in Elemente II den 2. Platz und Nina Roßmann landete direkt hinter ihr auch noch auf dem Treppchen. In Elemente III erkĂ€mpfte sich Zoe Roszmann den 3. Platz, eng gefolgt von Eva StĂ€hler auf Platz vier und Emilia Bosch auf Platz fĂŒnf. Die beiden Haupttrainerinnen Andrea Sommerfeldt und Eva Maria Fitze, die die MĂ€dels auch vor Ort betreuten, waren mit all ihren SchĂŒtzlingen mehr als zufrieden.


SouverĂ€ner Auftakt der EVB EiskunstlĂ€uferinnen in Ottobrunn – Vier PodestplĂ€tze

Nach einer gefĂŒhlten Ewigkeit dĂŒrfen diese Saison wieder Eiskunstlauf Wettbewerbe stattfinden.Die Aufregung, nach einer monatelangen Wettkampfauszeit, beim 21. Fun Cup in Ottobrunn zu starten, war groß. Wegen der langen Pause war es eine Rekordteilnahme der LĂ€ufer aus ganz Bayern.

Um so grĂ¶ĂŸer war die Freude, bei so einer starken Konkurrenz, „vorne“ dabei zu sein.

Anna Hartmann war ĂŒberhaupt das erste mal bei einem Wettbewerb dabei, sie hat ihre Kategorie Hindernisparcour mit einem großen Punkteabstand souverĂ€n gewonnen. Auch Eva StĂ€hler siegte in ihrer Kategorie Elemente II. Sehr knapp, nur mit einem 0,04 Punkte RĂŒckstand an Eva, belegte Maresa Streif in der gleichen Kategorie den 2. Platz. Chiara Melzl, die viel kĂŒrzer bei uns trainiert, konnte sich den Rang 7 erkĂ€mpfen. Auch Nina Roßmann landete in Ihrer Kategorie Elemente I auf einem sehr guten 7. Platz. Helena Agarius musste sich nach der bestandenen KĂŒrklasse 8 mit ihrer KĂŒr in dieser Kategorie messen und erkĂ€mpfte sich den 6. Platz. Johanna Hölzl startete mit einer ĂŒberarbeiteten KĂŒr und sicherte sich den hervorragenden 3. Platz.

Unsere Trainerin Eva Maria Fitze war mit der Leistung aller MĂ€dchen sehr zufrieden.


Erfolgreiche KĂŒrklassen PrĂŒfung

 

Wir gratulieren unserer EiskunstlĂ€uferin Helena Agarius! Sie hat am am 15. Januar 2022 in Oberstdorf an der KĂŒrklassenprĂŒfung 8 teilgenommen und bestanden.

Bild: Trainerin Sarah Rau und Helena Agarius (v.li.n.re.)


Pausenauftritt beim Derby

Ein herzliches Dankeschön an die erste Mannschaft! Wir durften in der ersten Pause des Derby-Spiels am 2. Januar 2022 gegen den DEC Inzell auftreten. Alle Eiskunstlauf-Kids prĂ€sentierten zum Thema Westside-Story was sie auf dem Eis alles können. Es hat uns viel Freude bereitet und natĂŒrlich gratulieren wir auch der 1ten Mannschaft zum verdienten Derby-Sieg. 


Sommer-Camp on ICE des EVB ist zurĂŒck

Endlich – ein spannendes und intensives Sportwochenende ging am Montag, den 23. August 2021 zu Ende. Rund 60 Teilnehmer der Abteilungen Eishockey und Eiskunstlauf durften vier intensive Trainingstage erleben. Die beiden Abteilungen des EVB bereiteten ein abwechslungsreiches Phasentraining unter Einhaltung der strengen Hygieneauflagen vor.

Zwei Abteilungen ein Ziel – den Kindern endlich wieder Spiel und Spaß on- und off- Eis zu ermöglichen.

Die Eishockeyabteilung bot auf- und neben dem Eis abwechslungsreiche AktivitÀten. Sei es Goalie Training, Skills, Powerskating, Trockentraining die Kids waren begeistert bei der Sache.

Die Eiskunstlaufabteilung brachte erneut die LÀufer aus mehreren Vereinen zusammen. Jeden Tag wurden drei Stunden Eistraining und Trockentraining mit Athletik angeboten.

Es hat allen viel Spaß gemacht.

Der EVB Vorstand bedankt sich herzlich fĂŒr das Engagement und die tolle Betreuung bei allen Trainern und Helfern.


Neue Trainingsjacken

PĂŒnktlich zum Start des beliebten Sommercamps „on ice“ in Berchtesgaden konnten sich unsere LĂ€uferinnen ĂŒber neue Eiskunstlauf-Bekleidung freuen. 

Modisch schick, funktionell warm, sowie bequem und elastisch – so soll es fĂŒr Eisprinzessinnen auch sein 😊!

Somit steigt die Hoffnung und Vorfreude auf eine neue, aktive Saison.


Abteilung Eiskunstlauf

DANKE an die Special Olympics Deutschland

Die Organisatoren und das Komitee der Special Olympics Deutschland haben sich mit diesem schönen Poster und den nachfolgenden Bildern (Credit: SOD/Sascha Klahn) bei uns Helfern des EV Berchtesgaden bedankt. Es war uns eine große Freude Euch kennenzulernen und Euch aktiv helfen zu dĂŒrfen. Auch der gemeinsame Abschluss der Veranstaltung mit dem Schaulauf hat uns sehr viel Freude bereitet.   :-)


EVB Eiskunstlaufkinder verzaubern die Zuschauer in die 80er Jahre

„Greatest Hits der 80er“ war das Motto der diesjĂ€hrigen Eishow der EVB Kinder. Das abwechslungsreiche und flotte Programm gestalteten die Trainer auf berĂŒhmte Hits wie Abba, Michael Jackson, Boney M... Auch dieses Jahr ergĂ€nzten die befreundeten Vereine DEC Inzell und SAK Salzburg  mit eigenen Kreationen die kunterbunte Show. 30 LĂ€ufer/-innen haben das zahlreiche Publikum mit toller Performance, originellen KostĂŒmen und BĂŒhnenbildern begeistert.

EVB Trainerin Sarah live bei den EM-Eiskunstlauf in Graz

Direkt vor Ort und live bei den EM in Graz dabei, war die Eiskunstlauftrainerin Sarah Rau vom EV Berchtesgaden.

Als Mitglied des Helferteams konnte sie bei allen WettkĂ€mpfen fĂŒr die deutschen Teilnehmer mitfiebern. Auf dem Foto mit dem Berliner Paul Fentz, der hier das beste internationale Resultat seiner Karriere erzielt hat und am Ende den achten Platz belegte. Damit sicherte er sich das persönliche Ticket fĂŒr die WM im MĂ€rz und fĂŒr die DEU einen zweiten Startplatz fĂŒr die EM 2021. Beachtenswert ist mittlerweile das Niveau der LĂ€ufer. Paul baute in seine KĂŒr auf Musik von Elton John vierfach Toeloop und dreifach Axel ein und

konnte dem Druck standhalten. Neuer EM-Meister wurde der Russe Dmitri Alijew mit unglaublichen 272,89 Punkten.


Eis-Show in Inzell

Am 7. Dezember 2019 folgten elf LÀufer*innen der Einladung des DEC Inzellund gastierten in der Max-Aicher-Arena bei der diesjÀhrigen Eis-Show. Das Motto "Adventskalender" passte hervorragend zurJahreszeit. Die EVB Kinder begeisterten die Zuschauer mit drei adventlichen Kurzprogrammen.

RiegenfĂŒhrerschulung in Bad Aibling

Zum Auftakt der neuen Saison durften am letzten Septemberwochenende Johanna, Laila und Sara in Bad Aibling gastieren, wo sie erfolgreich an einer RiegenfĂŒhrerschulung teilgenommen haben.

Auf dem Programm standen nicht nur pĂ€dagogisch korrekter Umgang mit den Kindern, sondern auch rechtliche Fragen, Erste Hilfe, wie auch Neuerungen fĂŒr die kommende Saison.


Bericht von Hans-Joachim Bittner im Berchtesgadener Anzeiger am 6. MĂ€rz 2019

Der EVB hat viel Leidenschaft gewonnen

 

Ehemalige Profi-EiskunstlÀuferin Eva-Maria Fitze (36) trainiert dreimal die Woche den Nachwuchs in Berchtesgaden

 

Berchtesgaden. „Irgendwie“, sagt Eva-Maria Fitze, „passen der Eiskunstlaufsport und ich gar nicht zusammen“. Und doch war sie in diesem Sport deutsche Spitze und erreichte ihr großes Ziel, die Teilnahme an Olympischen Spielen. 2006 lebte und erlebte sie in Turin vor allem den Ursprungsgedanken unter den fĂŒnf Ringen: „Dabeisein ist alles, auf mich traf das zu 100 Prozent zu“, lacht sie im GesprĂ€ch mit dem „Berchtesgadener Anzeiger“. Denn sportlich klappte es auf dem Eis nicht so gut wie erhofft. „Aber das macht nichts. Ich habe das alles intensiv genossen und aufgesogen.“ Nach 15 Jahren Leistungssport war nach Olympia endgĂŒltig Schluss.

Eva-Maria Fitze lebt in Rosenheim und „besitzt“ seit vergangenen Herbst lokalen Bezug zum Berchtesgadener Land – als Trainerin beim Eislaufverein des Marktes, Abteilung Eiskunstlauf. Als sie Marcela Schwaiger kennenlernte, entstand eine Freundschaft, die beide StĂŒck fĂŒr StĂŒck vertieften. Bis heute. Und der Berchtesgadenerin, seit rund einem Jahr Abteilungsleiterin der Eiskunstlaufsparte, gelang es, die ehemalige Profisportlerin beim viertĂ€gigen Sommercamp des Vereins im August fĂŒr ihren EVB zu gewinnen. Dort trainiert die 36-JĂ€hrige seit dieser Saison dreimal pro Woche den Nachwuchs, 17 MĂ€dchen ab fĂŒnf Jahren und Jugendliche bis 18. „Leider haben wir keine Jungs, es wĂ€re schön, wenn sich uns welche anschließen wĂŒrden“, ist Eva-Maria Fitzes großer Wunsch. „Und wenn sie nicht Eiskunstlauf machen wollen, können sie zum Eishockey gehen, wir haben eine gute Kooperation mit den PuckjĂ€gern“. Den Ort am Fuße des Watzmanns sieht die gebĂŒrtige Dachauerin als große Herausforderung: „Hier kann ich etwas ganz Neues aufbauen, das wollte ich immer schon mal machen.“

Den Egoismus abschaffen

Sie denkt nicht klein, sie denkt weiter: „Der Eiskunstlauf fristet in Deutschland ein MauerblĂŒmchen-Dasein. Dem möchte ich entgegenwirken, mit neuen Ideen“. Das Problem: „Wir haben es in diesem Sport mit einer egoistischen Gesellschaft zu tun. Schon immer. Hier ist jeder sich selbst am nĂ€chsten. Das gefĂ€llt mir nicht, weil ich da eigentlich gar nicht hingehöre. Ich sehe mich als Paradiesvogel.“ Zielorientiert blickt Eva-Maria Fitze auf andere Sportarten, beispielsweise zum wenige Meter entfernt beheimateten Bob- und Schlittenverband fĂŒr Deutschland (BSD): „Ich fahre auf dem Weg zur Eishalle oft bei denen vorbei und sehe die Kennzeichen: Tschechien, Polen, Schweiz – die Bobfahrer leben jenen Teamgeist, den ich mir beim Eiskunstlauf wĂŒnsche, sogar nationenĂŒbergreifend. Bei uns wollen ja nicht mal die einzelnen Vereine etwas miteinander zu tun haben“. Als Personaltrainerin denkt Eva-Maria Fitze sogar an eine Zusammenarbeit mit anderen VerbĂ€nden. „Warum nicht, wir können sicher voneinander profitieren“.

Mit fĂŒnf oder sechs Jahren kam Eva-Maria Fitze zum Eiskunstlauf: „Meine Mama hat mich Ende der 1980er-Jahre immer wieder mal zur FreieisflĂ€che nach Dachau mitgenommen. Als Kind war ich ein Multitasking-Sporttalent, habe Tennis gespielt, bin Ski gefahren, war im Ballett und beim Tanzen.“ Dann kam ihre Liebe zum Eis, und der Ehrgeiz: „Ich wollte unbedingt die Pirouette lernen und verstand damals nicht, warum mir meine Mama die nicht beibringen konnte. Sie war doch meine Mama, die kann doch alles“, zuckt sie mit den Schultern und lacht heute darĂŒber. Durch einen Zufall lernte sie eine Eislauf-Preisrichterin kennen, die sie nach MĂŒnchen brachte. Dort wurde rasch das Talent von Eva-Maria entdeckt, sie wurde gefördert und mit acht Jahren im BundesleistungsstĂŒtzpunkt aufgenommen. „Das ging alles rasend schnell“, kann sie es selbst in ihrer RĂŒckschau knapp drei Jahrzehnte spĂ€ter kaum glauben. 

Sieben Jahre spĂ€ter war sie Deutsche Meisterin. „Das ging alles fast ein wenig zu schnell, ich konnte den Erfolg gar nicht richtig greifen und bekam gesundheitliche Probleme“. Trotz zahlreicher RĂŒckschlĂ€ge setzte sie sich durch und bekam ihr Leben als Profisportlerin im Rampenlicht der Öffentlichkeit – mit den Medien haderte sie oft – in den Griff. Als Höhepunkt folgte Olympia 2006 in Turin, als PaarlĂ€uferin mit Rico Rex. Das war ihr grĂ¶ĂŸtes Ziel, genauso wollte sie sportlich abtreten: „Danach konnte ich meine Schlittschuhe zufrieden an den Nagel hĂ€ngen“. Sie brach zunĂ€chst mit dem Sport, weil sie viel mitgemacht und weniger Positives in diesem Zusammenhang erlebt hatte. „Es war nicht immer ganz fair“. Im Grunde konnte Eva-Maria Fitze ihr Sportler-Herz aber nicht verleugnen – und fand wieder zum Eiskunstlaufen zurĂŒck.

Bei zwei Vereinen gut aufgehoben

„Ich habe mich gefunden, fĂŒhle mich jetzt bei zwei Vereinen gut aufgehoben“. Neben dem EV Berchtesgaden gehört Eva-Maria Fitzes Herz dem EHC Klostersee. Dort betreut sie zusammen mit ihrer frĂŒheren Trainerin Steffi Ruttkies den Eiskunstlauf-Nachwuchs und einmal pro Woche die Eishockey-Bambini. Die dann doch zeitaufwĂ€ndigen Fahrten zu den Trainingseinheiten in der Berchtesgadener Eishalle an der SchießstĂ€tte machen ihr nichts aus: „Weil mir die Arbeit mit den Kindern einfach so unglaublich viel Freude macht und mich in vielerlei Hinsicht bereichert.“ Beim EVB kann sie etwas bewegen, das reizt sie.

Bei allem Ehrgeiz des Nachwuchses auf dem Eis versucht Eva-Maria Fitze stets, die richtige Mischung aus spielerischen Elementen und der nötigen athletischen Ausbildung zu finden: „Freilich muss mal der Riegel vorgeschoben werden, um sich wieder aufs Wesentliche konzentrieren zu können. Das WohlfĂŒhlen ist aber genauso wichtig“. Schließlich wollen die fĂŒr die Trainerin „allesamt großen Talente“ weiterkommen. Sie steht mit den Kindern auf Augenhöhe und ist sich fĂŒr nichts zu schade. „Der EislĂ€ufer wird jedoch im Trockenen ausgebildet“, sagt sie. Heißt: „Viel Athletik-, Kraft- und Ausdauer-Training, um den Körper fundamental aufzubauen“. Die ausgebildete Personaltrainerin spricht aus Erfahrung. Eine ganze Portion Disziplin ist also fĂŒr all jene elementar wichtig, die etwas erreichen wollen. Eva-Maria Fitze setzt auf ein dynamisches, individuelles Gruppen-Training, um jedem einzelnen das Erreichen der Ziele zu ermöglichen. Dabei wird sie unter anderem von erfahreneren LĂ€uferinnen wie Sarah Rau oder Katrin Riedelbauch unterstĂŒtzt, ehemalige Sportlerinnen des BundesstĂŒtzpunktes MĂŒnchen. „Ich kenne und schĂ€tze beide seit Jahren, wir sind ein tolles Team“. Eva-Maria Fitze ist glĂŒcklich, dass Vorstandschaft und Trainerteam „eine Sprache sprechen“.

EVB ohne Druck nach oben bringen

Die C-Trainerschein-Inhaberin (Leistungssport) im Eiskunstlauf und im Snowboard (Breitensport) hat Großes vor, will in ihrem Sport viel verĂ€ndern. „Jedes Jahr ein neues Regelwerk macht das Eiskunstlaufen ein StĂŒckweit kaputt. Ich werde mich fĂŒr mehr KontinuitĂ€t und Transparenz einsetzen“, verspricht sie. In fĂŒnf Jahren sieht sie den EVB „ohne auferlegten Druck ganz weit oben“, wenngleich sie sich selbst als Illusionistin bezeichnet. „Ich wĂ€r selbst nicht so weit gekommen, hĂ€tte ich mir nicht selbst diese Ziele gesteckt“.

Wer weiß, vielleicht schafft es irgendwann eine ihrer LĂ€uferinnen, sich den fantastischen Traum Olympischer Spiele zu erfĂŒllen. Wie sie 2006. Irgendwie, sagt Eva-Maria Fitze und kommt zum Eingang zurĂŒck, passe der Eiskunstlauf dann doch zu ihr. Obwohl sie sehr gern professionelle Skifahrerin oder Snowboarderin geworden wĂ€re. Sie war einfach ein sportliches Universal-Talent und das möchte sie, zusammen mit ihrer so umfangreichen Erfahrung als ehemalige Profisportlerin, nun weitergeben. Sie hat selbst bewiesen, wie schnell es gehen kann: Sieben Jahre benötigte sie, um Deutsche Meisterin zu werden. 

 

Bild: Marcela Schwaiger, Eiskunstlauf-Abteilungsleiterin beim EV Berchtesgaden, konnte die ehemalige Profi-Sportlerin Eva-Maria Fitze (links) als Trainerin fĂŒr den Verein gewinnen. Foto Hans-Joachim Bittner.

 


Weblinks Eiskunstlauf

Bayerischer Eissportverband: http://www.bev-eissport.de/Eiskunstlauf_eiskunstlauf_31_kkmenue.html

Deutsche Eislaufunion: http://www.eislauf-union.de/